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„Es ist aber nichts schädlich und nichts nützlich, alles ist gut, oder alles ist indifferent. Jeder einzelne trägt Dinge in sich, die ihm angehören, die ihm gut und zu eigen sind, die aber nicht nach oben kommen dürfen. Kämensie nach
oben, sagt die Moral, so gäbe es in Unglück. Es gäbe aber vielleicht gerade ein Glück! Darum soll alles nach oben kommen, und der Mensch, der sich einer Moral unterwirft, verarmt.“
Hermann Hesse

 

„Unsere Taten müssen vor allem ein Ausdruck der Freiheit sein, sonst gleichen wir Rädern, die sich drehen, weil sie von außen dazu gezwungen werden.“
Rabindranath Tagore


 

„Unsere Gedanken und Einsichten sind im besten Fall Halbwahrheiten, mit sehr viel Irrtum untermischt, zu schwiegen von den unnötigen falschen Informationen
über das Leben und die Gesellschaft, denen wir beinahe von Geburt an
preisgegeben sind.“
Erich Fromm

 
Rubrik Berichte
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Dolomiten 2002 von UMS

Nachdem ich verschiedene Berichte über die Dolomiten und den Gardasee gelesen hatte, zudem auch Dieters Gardasee-Bericht für das Internet aufbereitete, wuchs die Reiselust.

Im Februar wusste ich, dass meine Frau im Juni dienstlich in Dänemark zu tun haben würde. So wurde frühzeitig ein Schlafwagenabteil im Autoreisezug von Hildesheim nach Bozen mit Rücktour im Liegewagen von München über das Internet gebucht werden. Für MotorradfahrerInnen die bequemste Möglichkeit entspannt und ausgeschlafen anzukommen
(Abfahrt 18.30, Ankunft am nächsten Tag um 6.30 Uhr). Keine Sorge um das Motorrad, die Verzurrung ist erstklassig.

Aufgrund verschiedener Empfehlungen war Arabba, ein kleiner Ort 70 km östlich von Bozen mit dem TOURENFAHRER-Partnerhotel Olympia die erste Wahl. Auf eine Informationsanforderung über Mail folgte kurzfristig Prospekte und Seiten mit Tourenempfehlungen.

Gebucht wurde ein Einzelzimmer mit Halbpension für 48 €/Tag. Eine Empfehlung des Olympia auch von mir: Ein sauberes, großes Zimmer mit Dusche/WC, Schreibtisch, Balkon, Satellitenfernsehen mit deutschen Programmen, umfangreichen Frühstück, reichliches Viergangmenü zum Abendbrot einschließlich Vor- und Nachspeise aus mehreren Gerichten zur Auswahl, kostenlosen Internetsurfen
(ausnahmsweise kaum genutzt :-) ), und, und ... .

Selbst in der Vorsaison Mitte Juni war das Olympia von Motorradfahrern sehr gut besucht.

Nachdem An- und Abreise sowie die Unterkunft geklärt waren, ging es an die (Grob-)Planung. Anzumerken wäre, dass ich mich lieber spontan vor Ort entscheide und mich nicht gerne mit Einzelfragen aufhalte, da es in der Regel sowieso anders als geplant kommt.

So kam es dann: obwohl nur 170 km entfernt, fiel die geplante Besichtigung Venedigs einer Tour zum Gardasee zum Opfer. Der See liegt zwar nur 180 km von Arabba entfernt, ist ABER eine Fasttagestour, bedingt durch die geringen Geschwindigkeiten in den zahlreichen Kehren der Dolomiten sowie den sich selbst mit einem schnellen Motorrad auf den vielen Kurven und engen Straßen sich schlecht zu überholen lassenden Reisebussen und Autos.

Am Gardasee Besuchstag war es extrem warm. Es müssen weit über 30 ºC gewesen sein, denn selbst auf der Autobahn, mit einem "etwas" über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h liegendem Tempo, lief der Schweiß. Nicht in einer Lederkombi, sondern mit der BMW "Jeans" Motorradkombination, die nicht nur im Sommer angenehmer als Leder zu tragen ist.

In Torbole am Gardasee angekommen, war der erste Weg in den Schatten einer Eisdiele. Nach einem ausgezeichneten Eis und einer Bananenmilch ging es am See entlang. Besonders angenehm waren die teilweise offenen Tunnel, denen ich eine Zeitlang folgte. Nach Dutzenden Kilometern entlang des Ufers, fuhr ich zurück nach Bozen und nach Arabba. Knapp 450 km in der Hitze und xx Kehren und Kurven hatten mich -trotz Kühlung durch das eine oder andere Eis- geschafft :-).

In den nächsten Tagen folgten diverse Sella-Runden, mal rechts und mal links herum, die besonders für Menschen wie mich, die an etwas Höhenangst leiden, spannend sind, ein Besuch der "Drei Zinnen" sowie verschiedene Touren in alle Richtungen und Höhen. Glücklicherweise spielte auch das Wetter mit.

  GPS Aufzeichnung    

Während der viereinhalb Tagen meines Aufenthalts war es selbst auf gut 2.000 Metern Höhe immer über 20 º C warm, regnete nicht - auch wenn es manchmal danach aussah. Glücklicherweise! Den Weg von, nach und um Arabba herum, durch die etlichen Kehren, die fast nur im Schritttempo zu befahren sind, möchte ich nicht im Regen
fahren.

Ich leide an etwas Höhenangst, wollte jedoch auch die Aussicht genießen.
Ergebnis: Schweißnasse Hände und der Genuss einer super Aussicht in 2.750 Metern Höhe :-).
 

Hinweise: Vorsicht vor Murmeltieren, die gelegentlich über die Straße laufen. Auch stand derweilen eine Kuh oder ein Pferd im Weg. Besonders interessant wird die Sache, wenn man um eine unübersichtliche Kurve kommt.
Hinweis an die Heizerfraktion: manche Busfahrer benötigen in den engen Kehren die gesamte Fahrbahnbreite. Auch habe ich es erlebt, dass einheimische Lebensüberdrüssige in völlig unübersichtlichen Kurven andere Fahrzeuge, selbst LKW´s, überholten.  Stichwort "zügiges Fahren": selbst mit dem "Tourendampfer"  hatte ich keine Schwierigkeit, einigen flott fahrenden Bikern auf stärkeren Motorrädern wie der Honda Doppel-X, Kawasaki ZZR1100, usw. zu folgen. Meine Empfehlung für alle FJ-FahrerInnen: ein 2 cm längeres Wilbers Federbein.

So schön die Berge, die Seen und die Begegnungen mit dem einen oder anderen Murmeltier waren, zum Schluss nervten die zahlreichen extrem langsamen Kehren, die fast nur im Schritttempo zu befahren waren, um aus Arabba heraus zu den verschiedensten Zielen zu kommen. Wer es mag, ok. Ich fahre lieber schnelle Kurven.

So ging es am Freitag früh nach über Kufstein nach München. Dort wurde der Tag mit bummeln, fahren und schauen bis zur Abfahrt gegen 22 Uhr zu verbracht. Natürlich musste es kurz vor der Abfahrt richtig regnen. Das erste und letzte Mal während der gesamten Tour.

Am frühen Morgen um 5 Uhr kam ich in Hildesheim an und fuhr nach Wolfsburg zurück. So eine Motorradtour am frühen Morgen hat was. In der Saison 2003 muss ich das unbedingt wiederholen.

     

@ UMS                 02.05.2004