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Das wichtigste Stück des Reisegepäcks ist und bleibt ein fröhliches Herz.
Hermann Löns



Die Menschen auf den Malediven als "reich" erlebt, doch hier im tiefsten Inneren
der Sahara empfand ich tiefste Armut.
Uns Gästen zeigt die Wüste ihr schönstes Gewand, doch den Menschen, die hier
leben "müssen", bürdet sie die härtesten Prüfungen auf.
.... und sie lächeln!
Irina Rauthman
 

 
Rubrik Berichte
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Gardasee 2001

Gardasee, Herbst 2001 von Dieter Fietze

Bei der Dolomitentour im letzten Jahr streiften wir auch den nördlichen Teil des Monte Messina. Da dieses Stückchen Erde noch nicht so überlaufen war, entschlossen wir uns damals schon, hier die nächste Ausfahrt zu machen.

Peter B. organisierte über das Internet ein kleines Hotel in Torbole, am Gardasee. Wie sich im heraus stellte, eine gute Wahl.

Es war auch dieses Mal klar, das wir für die Hinfahrt die Bahn benutzen. 125,- Euro pro Nase, so teuer würde auch die Fahrt mit dem Motorrad werden. Es wurde auch deshalb so preiswert, weil wir ein ganzes Abteil belegten. Wir, das waren die Nordlichter Ecki, die beiden Kläuse und meine Wenigkeit, die von Hildesheim abfuhren. Von Düsseldorf aus, fuhren noch Mario, Det, Peter und Norbert. Beide Züge trafen kurz vor Mittag in Villach ein und nach kurzer heftiger Begrüßung, ging es dann quer durch die Dolomiten, zum Gardasee.

Viele werden sich fragen, warum wir nicht nach Bozen mit dem Zug gefahren sind. Hätten wir gerne gemacht,
nur es war schon Anfang Mai alles ausgebucht. Also, wer gerne mit dem Zug fahren möchte, frühzeitig anmelden. Vor allen Dingen, wenn es in die Nachsaison geht. Die Fahrt durch die Dolomiten hatte aber den Vorteil, das die Reifen richtig rund gefahren wurden.

Der nächste Morgen empfing uns mit Regen, aber es war nicht so tragisch. In Torbole gibt es genügend kleine Cafes am Hafen, wo die Tische draußen vor Regen geschützt sind. Dort kann man seinen Cappuccino oder Espresso genießen und zu erzählen gab es genug. Die kleine Stadt wurde auch besichtigt und wir stellten fest, sobald man von der Hauptstraße weg war, herrschte eine wohltuende Ruhe. Dabei den Blick auf dem Gardasee und schon verfingen sich die Gedanken, wie das wohl bei trockenen Wetter sei.

Am zweiten Tag hielt uns trotz Regen nichts mehr. Nach dem Frühstück schoben wir die FJ`s aus der Garage und wir fuhren im nördlichen Bereich des Gardasee, das Bergmassiv Bondone ab. Es war schade, das es so aus Eimern goss, den dieses kurvenreichen Sträßchen, was sich von Dro,  Cavedine, am Berg La Rosta, entlang im Tal nach Trento bot, hätte  bei trockenen Wetter doppelt so viel Spaß gemacht. In Trento angelangt beschlossen wir doch wieder umzukehren und es dabei zu belassen. Wir trösteten und am Abend mit dem guten Essen und Wein. Für den nächsten Morgen war besseres Wetter angesagt.

Und so war es auch. Man brauchte gar keine Uhrzeit auszumachen, alles scharte mit den Füßen und es ging erst mal an der westlichen Uferseite hinunter. Die sehenswerten Städtchen Gardone und Salo überließen wir den vielen Touristen, um dann wieder, da es anfing zu regnen, teils auf den Bergrücken und an der Uferstraße im östlichen Teil, wieder Richtung Norden, wo das Wetter trockener war, zu fahren. Anzumerken war hier auf der westlichen Seite, die kleine Straße von San Zeno nach Torri. Bevor man Torri erreicht, hat man einen sehr schönen Ausblick auf den Gardasee. In Torbole angelangt fuhren dann noch ein paar Unentwegte in nördlicher Richtung über den Donna di Campiglio Pass in einer Schleife wieder zurück nach Torbole. Beim Abendessen wurde dann doch gebannt auf den Wetterbericht geschaut, der versprach noch besseres Wetter für die kommenden Tage.

     

Der nächste Tag wurde genutzt, den Idro See mit seinen nördlichen Straßchen zu umfahren. Am Ledro See hielt Peter auf einem kleinen Rastplatz. Wir wunderten uns eigentlich, da er nach so kurzer Fahrt noch nie eine Pause eingelegt hat. Er selber stieg noch mal aufs Mopped, entschuldigte sich kurz, er müsse noch mal weg. Nach einigen Minuten kam er wieder und stellte mit dem Kommentar, „so, jetzt sind sie voll, die "Hundertausend“, die FJ ab. Aus seinem Tankrucksack zog er eine Likörflasche und ein paar Gläser heraus und schenkt jedem einen kleinen Schluck ein. Mein Kommentar, „na endlich, jetzt ist sie ordentlich eingefahren und kannst die nächsten Hundertausend voll machen“. Wäre mal interessant, die FJ-ler aufzuführen, die schon über hundertausend Kilometer gefahren sind, natürlich mit den Erfahrungen.

In Storo angelangt, ging es dann über Bagolino im Tal Caffaro bis zum Paß Croce di Domini und von dort aus auf der 345 bis nach Breno. Eine Straße mit sehr wenig Verkehr und überhaupt sehr schön im Tal angelegt. Die stark befahrene Straße bis nach Berzo-Demo fuhren wir recht zügig und bogen dann auf der 294 ins Tal Paisco, wo wir auf dem Paß del Vivione, eine kleine Rast machten. Diese Straße fuhren wir bis Angolo zu Ende. Am Lago d`Iseo hielten wir uns nicht groß auf, wegen den besagten Verkehr und weil auch die Sonne immer kräftiger schien. Dann ging es weiter in östlicher Richtung über den Paß Tre Termini über Sarezzo nach Vestone. Wer eine detaillierte Karte hat, biegt dann im Ort nach Trebbio ab und kommt auf der Straße nach Vieco wieder heraus. Das wir uns auf diesem Streckenabschnitt verfahren haben und uns dann auf einer Schotterstrecke am Monte Carzen wieder fanden, war nicht so tragisch. Die fantastische Aussicht entschädigte dies und wir fuhren notgedrungen den Schotterweg wieder zurück. Durch das Tosco Tal kamen wir wieder zurück zu Gardasee. Es war schon etwas anderes, trocken um die Ecken zu fahren und beim Abendessen war die Stimmung so gelöst, das wir den Rest der Hausgäste mit unserer guten Laune unterhielten. Nur bei einem hatte die gute Laune einen kleinen Dämpfer bekommen. Da er seine FJ ein wenig schonen wollte, war er ja mit seiner neuen Mille
1000 unterwegs. Doch bei der Tagestour von ca. 340 Km bekommt man doch Haltungsschäden auf so einem Teil. So ein bisschen trauerte er der FJ nach. Aber dies glich er durch unbändigen Appetit aus.

Es war kaum auszuhalten. Schon morgens schien die Sonne und nach dem Frühstück ging es Nordöstlich über Loppio auf Kleinststraßen nach Isera, Nogaredo bis nach Aldeno. Hier ging es dann auf der 349 zum Passo del Sommo nach Folgario. Weiter nach der 46 über den Passo delle Fugazze nach Schio. Eine Strecke mit sehr wenig Ortschaften, aber haufenweise Kurven jeglicher Art. In Schio (hier kann man den wilden Bauboom beobachten) ließen wir es bis nach
Caltrano ruhig angehen, um dann wieder bis nach Asiago die Reifenkanten heftig zu belasten. In Asiago nahmen wir dann die 349 komplett bis nach Liavarone unter die Reifen. Herrlich zu fahren und wer auf die Karte schaut, wird bemerken, das kaum ein Ort den Fahrfluß störte. Erst sehr spät Abends kamen wir wieder zum Hotel, aber mit Landschaftseindrücken, die so schnell nicht in Vergessenheit geraten werden. Diese Gegend ist sehr unterentwickelt, was den Tourismus anbelangt.

So auch unsere letzte Tagestour, die wir unternahmen. In Mori bogen wir dieses Mal südlich ab, nach Brentonico. Hier nahmen wir ein knapp anderthalb spuriges Sträßchen und fuhren am Corna Piana zum Gasthaus Bocca di Navena. Hier hatten wir einen grandiosen Ausblick aus ca. 1600 m Höhe, auf den Gardasee und das bei schönen Wetter. Es ging dann weiter auf solchen kleinen Straßen südlich, über den Caval di Novezzina bis nach Caprino. In Rivoli war dann der Einstieg in das Gebiet Monti Lessini. Orte wie Sant Anna, Cerro und Bosco wurde im Zickzack Kurs angefahren. Höhepunkt war hier auch wieder eine Schotterpassage von Bosco in den Norden zum Berg San Giorgo. Bei über 1700 m hatten wir ein fantastische Rundumsicht. Weiter ging es nach Velo, Badia, Richtung Valdagno, wo wir dann in Recoaro wieder auf die 46 kamen. Von dort ging es über Rovereto wieder zum Gardasee. Wer also wenig Tourismus haben möchte, ist in diesem Gebiet gut aufgehoben. Haupteinnahmequelle sind hier die großen Granitsteinbrüche. Ist schon interessant, wie sie die großen Blöcke aus dem Steinbruch herausschneiden.

Am Abend gab es ein besonderes Menü. 4 Gänge mit allen Drum und Dran und dabei eine gute Flasche Vino. Ein schöner Abschluss unserer Woche. Apropo Hotel, wer dort mal übernachten möchte, hier die Adresse: Hotel Villa Franca,  Torbole, Tel. 0464 505162,

Internet: www.torbole.com/villafranca. In der Zwischensaison haben wir für die Übernachtung mit Halbpension (man konnte wählen zwischen drei Gerichten) kostete 35,- Euro. Die Zimmer hatten alle Dusche, WC und waren Standardmäßig ausgestattet. Garage zum unterstellen der Mopeds, steht zur Verfügung.

Am nächsten Morgen wurde für die Heimreise aufgerödelt, sich verabschiedet und versprochen, das machen wir irgendwann noch mal. Schade, das man immer so wenig Urlaub hat und man so lange daran zehren muss. Aber es macht auch Spaß, die nächsten Touren vorzubereiten und darauf zu fiebern.

Munter bleiben und immer schön rechts fahren

Dieter Fietze

     

@ UMS                 02.02.2003